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                                                                         Grundsatz des Strahlenschutzes:   
 so wenig wie möglich, so viel wie nötig   

 

      Strahlenexposition der radiologischen und
              nuklearmedizinischen Diagnostik


 
Die gesamte Welt – also alle Lebewesen und auch der Mensch sind Tag und Nacht ionisierender Strahlung ausgesetzt. Sie stammt aus verschiedenen Quellen wie kosmische Strahlung, Erdstrahlung, selbst in der Luft gibt es Strahlungsquellen wie das natürliche Radongas. Strahlung ist also keine Ausnahmesituation. Das Leben hat sich längst daran gewöhnt. Körpereigene Abwehrmechanismen  sorgen dafür, dass die natürliche Strahlenexposition keine schädlichen Folgen hat.

Für radiologische Untersuchungen ist dank innovativer Technologien die Strahlenexposition in den letzten Jahren deutlich gesunken. Damit Sie von dieser Entwicklung profitieren können, setzen wir ausschließlich modernste Technik ein. Wir überprüfen sehr genau, ob eine geplante Untersuchung wirklich notwendig ist.

Sie können mithelfen, die Strahlenexposition gering zu halten indem Sie vorhandene Vorbefunde mitbringen. Dadurch können unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden.


In der Nuklearmedizin wird bei uns radioaktives Technetium mit einer Halbwertszeit von 6 Stunden verwendet. Die Substanzmenge ist so gering, dass keine Allergien oder sonstige Nebenwirkungen auftreten können. Von 100 aktiven Teilchen sind rechnerisch nach 6 Stunden 50, nach 12 Stunden 25 und nach 24 Stunden 6.25 Teilchen vorhanden.

Da die injizierten radioaktiven Substanzen zusätzlich über Stuhl und Urin ausgeschieden werden, geht der Radioaktivitätsabfall wesentlich schneller vor sich. Auf Grund der raschen Ausscheidung können Mütter ihre Kinder  24 Stunden nach der Untersuchung wieder stillen.

Die Strahlenexposition ist abhängig von der Untersuchung. Sie beträgt :
- 0.3 Millisievert (Szintigraphie der Schilddrüse, Speicheldrüse oder Niere) bis
- 3 Millisievert (Szintigraphie Skelett, Herz, Hirn).

Sie liegt damit im unteren Bereich der Strahlenexposition von radiologischen Untersuchungen, zum Beispiel:

- 0.2 Millisievert: Röntgen Thorax in 2 Ebenen
- 2 Millisievert  : Röntgen der Lendenwirbelsäule, CT Kopf
- 5 Millisievert  : Kontrastmittelröntgen der Nieren
- 10 Millisievert: Computertomographie Abdomen
- 15 Millisievert : Angiographie

Die durchschnittliche Strahlenexposition in Mitteleuropa beträgt 4 Millisievert/Jahr.  Sie erhöht sich bei einem 10 tägigen Strandaufenthalt an der Atlantikküste Brasiliens um weitere 6 Millisievert. Das Rauchen von 1 Schachtel Zigaretten am Tag bewirkt eine Strahlenbelastung von 9 Millisievert / Jahr.

Während der Schwangerschaft vermeiden wir aus Sicherheitsgründen jede zusätzliche Exposition mit ionisierenden Strahlen. Sollte diese trotzdem erfolgen wird bei einer Exposition unter 20 Millisievert das Risiko mit nahe Null eingeschätzt, eine exakte Dosisberechnung ist nicht erforderlich. Ab 200 Millisievert wird eine Interruptio empfohlen. Diese Dosis durch 4 oder 5 radiologische oder nuklearmedizinische Untersuchungen zu erreichen ist nicht möglich.

Die zulässige Strahlenexposition von Röntgenärzten und Schwestern beträgt 20 Millisievert in jedem Berufsjahr.

Im Vergleich zum möglichen Nutzen der Untersuchung ist die Strahlenbelastung der diagnostischen Radiologie und der Nuklearmedizin gering, eine Schädigung brauchen Sie nicht zu befürchten.



Eine Besonderheit, die Sie bei einer Untersuchung in der Nuklearmedizin berücksichtigen sollten, gibt es: an den Grenzkontrollpunkten sind hochempfindliche Messgeräte aufgestellt, die auch die geringste Menge an radioaktiven Substanzen feststellen. Teilen Sie uns bitte mit, wenn Sie in den nächsten 48 Stunden ins Ausland reisen wollen: Sie erhalten von uns die notwendige Bestätigung der nuklearmedizinischen Untersuchung.

                                                                                                                                         

radnuc.de